Auf den letzten Vorbereitungstreffen war die Effizienz unserer Arbeit immer wieder Thema. Wir haben uns gefragt, wie wir unsere Arbeit verbessern können. Ergebnis unserer Selbstanalyse: Wir sind nicht vollends zufrieden damit, wie bekannt das Jugendforum ist. Eigentlich wünschen wir uns, dass sich das Jugendforum als Begriff für Jugendbeteiligung in Braunschweig in der breiten Masse etabliert. Um Veränderungen effizient umsetzen zu können und neue gute Ideen zu finden sind viele Meinungen gefragt. Jugendbeteiligung und damit auch das Jugendforum sollten unserer Meinung nach zum Alltag eines Jugendlichen gehören, jeder sollte wissen, wie er seine Probleme äußern kann. Was muss sich also verändern?

Lebensrealität von Jugendlichen

Jugendlichen fallen ihre Probleme oder Wünsche vor allem dann auf, wenn sie mit ihnen konfrontiert sind. Sie beschweren sich über das, was ihnen in den Sinn kommt. Eine Aufforderung, alle Probleme oder Wünsche aufzulisten, führt deshalb oft zu nichts. Man muss den Jugendlichen da zuhören, wo sie auf ihre Probleme stoßen. Jugendliche müssen dann etwas sagen können, wenn sie etwas sagen wollen – und gehört werden.

Unsere Idee

Das Jugendforum 2.0 sollte nicht mehr nach Problemen fragen, sondern den Jugendlichen dort begegnen, wo sie im Alltag nach Lösungen suchen. Dazu hinterfragen wir das aktuelle Konzept regelmäßiger Treffen, vor welchen um Themen gebeten wird. Diese Treffen sollten vielmehr aus Anfragen resultieren, als eine Anfrage sein. Daraus folgt konkret, dass Jugendliche nach unseren neuen Vorstellungen ihre Probleme über unser Internetportal (http://jugendforum.uservoice.com) mitteilen und – wenn sie auf ein ähnliches Problem stoßen – abstimmen, woraufhin die Vorbereitungsgruppe ein Treffen plant, auf welchem dann Lösungen gesucht und diskutiert werden. Damit wird das Jugendforum seinem lösungs- bzw. problemorientierten Ansatz gerecht und lässt sich als Stimme der Jugendlichen in den Ausschüssen des Stadtrates etablieren.

Dafür ist natürlich dennoch Werbung nötig. Statt der zeitlich begrenzten Werbung für eine besondere Veranstaltung sollte diese aber dauerhaft sein und sich auf das Konzept des Jugendforums im Gesamten beziehen. Außerdem sollte sie Jugendliche an Brennpunkten auf ihre Probleme ansprechen. Der Bericht über Erfolg oder Misserfolg ein Lösung gehört dazu natürlich auch. Ziel der Werbung sollte es sein, das Jugendforum als Alltagsbestandteil unter den Jugendlichen zu etablieren und über politische Beteiligung aufzuklären.

Das Jugendforum wird sich in den nächsten Monaten also um einiges wandeln, eine spannende Zeit liegt vor uns. Wir sind gespannt, wie das Jugendforum mit euch vorankommt und halten euch auf dem Laufenden.